Die Geschichte der Evangelischen Kirchengemeinde Ehingen

 

 

 

Ist die Evangelische Kirchengemeinde Ehingen, gemessen an der Zahl der registrierten Gemeindeglieder, heute die größte Kirchengemeinde im Evangelischen Kirchenbezirk Blaubeuren, so ließen die Anfänge der Kirchengemeinde eine derart rasante Entwicklung zunächst nicht vermuten.

 

Ist die Evangelische Kirchengemeinde Ehingen, gemessen an der Zahl der registrierten Gemeindeglieder, heute die größte Kirchengemeinde im Evangelischen Kirchenbezirk Blaubeuren, so ließen die Anfänge der Kirchengemeinde eine derart rasante Entwicklung zunächst nicht vermuten.

Die Kirchengemeinde heute

 

Mit über 3000 Gemeindegliedern und zwei Pfarrstellen ist die Evangelische Kirchengemeinde Ehingen heute die größte Kirchengemeinde im Kirchenbezirk Blaubeuren.

Der Zuständigkeitsbereich der Kirchengemeinde Ehingen umfasst den Stadtkern und die außerhalb gelegenen Wohngebiete, sowie weitere Teilorte Ehingens und die Gemeinde Griesingen
.


Die Kirchengemeinde heute

 

Mit über 3000 Gemeindegliedern und zwei Pfarrstellen ist die Evangelische Kirchengemeinde Ehingen heute die größte Kirchengemeinde im Kirchenbezirk Blaubeuren.

Der Zuständigkeitsbereich der Kirchengemeinde Ehingen umfasst den Stadtkern und die außerhalb gelegenen Wohngebiete, sowie weitere Teilorte Ehingens und die Gemeinde Griesingen
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Zu den Anfängen

 

Zählte man im Jahre 1824 erst elf evangelische Christen in Ehingen, so waren es 1835 bereits 22 an der Zahl. Die Zuständigkeit für die wenigen evangelischen Familien lag damals noch beim Evangelischen Pfarramt in Rottenacker.

Um das Jahr 1840 kam ab und an ein evangelischer Geistlicher nach Ehingen, dem der Reisedienst in der evangelischen Diaspora Oberschwaben, einem überwiegend katholisch geprägten Gebiet, aufgetragen war.

Ein Gebäude, in dem Gottesdienste gefeiert werden konnten, existierte noch nicht. Der erste evangelische Gottesdienst in Ehingen wurde im Amtszimmer des Gerichtsnotars gehalten.

Gottesdienste wurden erst ab Mitte 1840 regelmäßig gefeiert. Der Mundinger Pfarrer Uhl erklärte sich bereit, alle vier Wochen Gottesdienst zu halten und alle zwei Wochen Jugendunterricht in Ehingen zu erteilen.

Das Stuttgarter Konsistorium genehmigte daraufhin im Mai 1848 die Bildung einer evangelischen Gemeinde in Ehingen, die dem Evangelischen Pfarramt in Mundingen zugeteilt war. Pfarrer Uhl wurde im August 1850 damit beauftragt, alle acht Tage den evangelischen Kindern Religions- und Konfirmandenunterricht zu erteilen. Zunächst blieb es beim einmal monatlich stattfindenden Gottesdienst.

Die Gemeinde wuchs langsam aber stetig. So fanden sich auch ein Schulzimmer und dazu ein Betsaal, der den evangelischen Christen zur Verfügung stand. Der Wunsch nach Eigenständigkeit blieb.


Zu den Anfängen

 

Zählte man im Jahre 1824 erst elf evangelische Christen in Ehingen, so waren es 1835 bereits 22 an der Zahl. Die Zuständigkeit für die wenigen evangelischen Familien lag damals noch beim Evangelischen Pfarramt in Rottenacker.

Um das Jahr 1840 kam ab und an ein evangelischer Geistlicher nach Ehingen, dem der Reisedienst in der evangelischen Diaspora Oberschwaben, einem überwiegend katholisch geprägten Gebiet, aufgetragen war.

Ein Gebäude, in dem Gottesdienste gefeiert werden konnten, existierte noch nicht. Der erste evangelische Gottesdienst in Ehingen wurde im Amtszimmer des Gerichtsnotars gehalten.

Gottesdienste wurden erst ab Mitte 1840 regelmäßig gefeiert. Der Mundinger Pfarrer Uhl erklärte sich bereit, alle vier Wochen Gottesdienst zu halten und alle zwei Wochen Jugendunterricht in Ehingen zu erteilen.

Das Stuttgarter Konsistorium genehmigte daraufhin im Mai 1848 die Bildung einer evangelischen Gemeinde in Ehingen, die dem Evangelischen Pfarramt in Mundingen zugeteilt war. Pfarrer Uhl wurde im August 1850 damit beauftragt, alle acht Tage den evangelischen Kindern Religions- und Konfirmandenunterricht zu erteilen. Zunächst blieb es beim einmal monatlich stattfindenden Gottesdienst.

Die Gemeinde wuchs langsam aber stetig. So fanden sich auch ein Schulzimmer und dazu ein Betsaal, der den evangelischen Christen zur Verfügung stand. Der Wunsch nach Eigenständigkeit blieb
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Die Entstehung der Kirchengemeinde

 

Im Juli 1853 genehmigte das Konsistorium in Stuttgart die Bildung eines eigenständigen Pfarrbezirks, der dem Dekanat Blaubeuren zugeordnet wurde. Dieser Beschluss ermöglichte es den Ehingern ebenfalls, Gottesdienste in regelmäßigeren Abständen besuchen zu können, erhielten sie so schließlich ihren ersten eigenen Pfarrverweser.

Predigtamtskandidat Völter wurde zum ersten Pfarrverweser Ehingens bestellt, verließ die Gemeinde aber bereits 14 Monate später wieder.

In den darauffolgenden Jahren leiteten fünf weitere Pfarrverweser die Geschicke der noch jungen Gemeinde, ehe angesichts der steigenden Gemeindegliederzahl der Kirchengemeinde, so waren es im Jahre 1863 bereits 150 Gemeindeglieder, sowie der steigenden Einwohnerzahl Ehingens im Oktober 1873 ein Stadtpfarrverweser namens Seybold bestellt worden war.

Im Mai 1878 fand dann schließlich, kurz vor dessen Weggang, die Grundsteinlegung der Evangelischen Stadtkirche statt, deren Bauzeit lediglich eineinhalb Jahre betrug. Im Oktober 1879 konnte der Kirchenbau feierlich eingeweiht werden.

Aus Kostengründen und auf Anraten der Behörden entschloss man sich, zunächst auf den Bau eines Pfarrhauses zu verzichten.

1889 wurde die Stadtpfarrverweserei zur Stadtpfarrei erhoben und Ehingen eine ständige Pfarrstelle genehmigt. Ehingens erster evangelischer Stadtpfarrer Fischer wurde im Dezember desselben Jahres in sein Amt eingesetzt.

Während seiner Amtszeit, dreizehn Jahre nach dem Bau der Kirche, ging man den Bau des Pfarrhauses neben der Kirche an, das der Evangelischen Kirchengemeinde im Oktober 1892 feierlich übergeben wurde.

Der Erste Weltkrieg ging an der Kirchengemeinde nicht spurlos vorüber, wurden auch Gemeindeglieder in den Krieg eingezogen.

 

Im Jahre 1928 wurde die Stadtkirche erneuert, bevor am 13. Oktober 1929 das 50-jährige Bestehen der Kirchengemeinde gefeiert werden konnte.

Der seit Ende 1917 amtierende Stadtpfarrer Schüle verließ noch vor Jahresende die Kirchengemeinde. Bis zum April 1931 herrschte die erste Vakanz, ehe im April mit Stadtpfarrer Wetzel bereits der 22. evangelische Geistliche seit Gründung der Kirchengemeinde nach Ehingen kam und bis Juli 1938 im Amt verblieb.

Inzwischen war die Kirchengemeinde gewachsen, auch Allmendingen gehörte dazu.


Die Entstehung der Kirchengemeinde

 

Im Juli 1853 genehmigte das Konsistorium in Stuttgart die Bildung eines eigenständigen Pfarrbezirks, der dem Dekanat Blaubeuren zugeordnet wurde. Dieser Beschluss ermöglichte es den Ehingern ebenfalls, Gottesdienste in regelmäßigeren Abständen besuchen zu können, erhielten sie so schließlich ihren ersten eigenen Pfarrverweser.

Predigtamtskandidat Völter wurde zum ersten Pfarrverweser Ehingens bestellt, verließ die Gemeinde aber bereits 14 Monate später wieder.

In den darauffolgenden Jahren leiteten fünf weitere Pfarrverweser die Geschicke der noch jungen Gemeinde, ehe angesichts der steigenden Gemeindegliederzahl der Kirchengemeinde, so waren es im Jahre 1863 bereits 150 Gemeindeglieder, sowie der steigenden Einwohnerzahl Ehingens im Oktober 1873 ein Stadtpfarrverweser namens Seybold bestellt worden war.

Im Mai 1878 fand dann schließlich, kurz vor dessen Weggang, die Grundsteinlegung der Evangelischen Stadtkirche statt, deren Bauzeit lediglich eineinhalb Jahre betrug. Im Oktober 1879 konnte der Kirchenbau feierlich eingeweiht werden.


Aus Kostengründen und auf Anraten der Behörden entschloss man sich, zunächst auf den Bau eines Pfarrhauses zu verzichten.


1889 wurde die Stadtpfarrverweserei zur Stadtpfarrei erhoben und Ehingen eine ständige Pfarrstelle genehmigt. Ehingens erster evangelischer Stadtpfarrer Fischer wurde im Dezember desselben Jahres in sein Amt eingesetzt.

Während seiner Amtszeit, dreizehn Jahre nach dem Bau der Kirche, ging man den Bau des Pfarrhauses neben der Kirche an, das der Evangelischen Kirchengemeinde im Oktober 1892 feierlich übergeben wurde.

Der Erste Weltkrieg ging an der Kirchengemeinde nicht spurlos vorüber, wurden auch Gemeindeglieder in den Krieg eingezogen.


Im Jahre 1928 wurde die Stadtkirche erneuert, bevor am 13. Oktober 1929 das 50-jährige Bestehen der Kirchengemeinde gefeiert werden konnte.


Der seit Ende 1917 amtierende Stadtpfarrer Schüle verließ noch vor Jahresende die Kirchengemeinde. Bis zum April 1931 herrschte die erste Vakanz, ehe im April mit Stadtpfarrer Wetzel bereits der 22. evangelische Geistliche seit Gründung der Kirchengemeinde nach Ehingen kam und bis Juli 1938 im Amt verblieb.

Inzwischen war die Kirchengemeinde gewachsen, auch Allmendingen gehörte dazu
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Wussten Sie schon?

Eine Zeit lang bildeten, nachdem in Allmendingen ebenfalls eine evangelische Gemeinde entstanden war, die Kirchengemeinden Ehingen und Allmendingen die Gesamtkirchengemeinde Ehingen-Allmendingen. Für Allmendingen war das Pfarramt in Ehingen zuständig.

Bis heute hat der Ehinger Kirchenmusiker eine Anstellung in Allmendingen, das zwischenzeitlich eine selbstverwaltende Kirchengemeinde wurde, heute aber mit der Evangelischen Kirchengemeinde Weilersteußlingen zusammengelegt ist.


Zur Zeit des Zweiten Weltkrieges war die Leitung Stadtpfarrer Kern unterstellt, der von August 1939 bis Oktober 1951 der bis dato längst amtierende evangelische Geistliche der Kirchengemeinde Ehingen war und vor die wohl umfassendsten Entwicklungen innerhalb kürzester Zeit gestellt war.

Neben der seelsorgerlichen Tätigkeit zu Kriegszeiten und den Jahren danach in seinen eigenen Gemeinden Ehingen und Allmendingen, unterlag ihm zudem auch die Leitung der größtenteils verwaisten Nachbargemeinden.

Da der Kirchenchor kriegsbedingt ausfiel, gründete er den ersten Frauenchor der Kirchengemeinde Ehingen.

Auch der Zustrom der Heimatvertriebenen fiel in seine Amtszeit, der die Gemeindegliederzahlen der Gesamtkirchengemeinde signifikant auf über 2000 Personen erhöhte
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Zur Zeit des Zweiten Weltkrieges war die Leitung Stadtpfarrer Kern unterstellt, der von August 1939 bis Oktober 1951 der bis dato längst amtierende evangelische Geistliche der Kirchengemeinde Ehingen war und vor die wohl umfassendsten Entwicklungen innerhalb kürzester Zeit gestellt war.

Neben der seelsorgerlichen Tätigkeit zu Kriegszeiten und den Jahren danach in seinen eigenen Gemeinden Ehingen und Allmendingen, unterlag ihm zudem auch die Leitung der größtenteils verwaisten Nachbargemeinden.

Da der Kirchenchor kriegsbedingt ausfiel, gründete er den ersten Frauenchor der Kirchengemeinde Ehingen.

Auch der Zustrom der Heimatvertriebenen fiel in seine Amtszeit, der die Gemeindegliederzahlen der Gesamtkirchengemeinde signifikant auf über 2000 Personen erhöhte
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Die Entwicklung seitdem

 

1953 feierte die Kirchengemeinde ihr hundertjähriges Bestehen. Der damalige Ulmer Prälat und spätere Landesbischof Erich Eichele hielt die Jubiläumspredigt beim Festgottesdienst in der Stadtkirche.

Hätten die Bauherren der Kirche gewusst, wie stark die Gemeindegliederzahl in dieser Zeit noch steigen würde, hätten sie wohl eine größere Kirche gebaut. An hohen Festtagen war nicht mehr genügend Platz für alle Gottesdienstbesucher vorhanden.

So wurde 1962 das sogenannte Jugendheim fertiggestellt, ein Anbau, verbunden durch eine Trennwand mit der Kirche, die, wenn nötig, geöffnet werden kann. Das Wachstum der Kirchengemeinde führte letztlich auch dazu, dass ein Jahr später ein Vikariat eingerichtet wurde.

Die Bevölkerungszunahme der florierenden Stadt Ehingen führte unweigerlich dazu, dass ein Pfarramt und ein Kirchenbau allein nicht mehr für alle neu hinzugekommenen Gemeindeglieder ausreichten.

Mit der Planung eines Gemeindezentrums im neuen Wohngebiet Wenzelstein wurde 1966 begonnen. Fünf Jahre später sprach man Ehingen eine zweite Pfarrstelle zu.

1971 wurde das Gemeindezentrum fertiggestellt und eingeweiht. Erster Pfarrer im Nordbezirk wurde Pfarrer Maurer.

Im Jahr 2003 feierte die Kirchengemeinde mit einem Festgottesdienst und einer Veranstaltungsreihe ihr Doppeljubiläum 150 Jahre Evangelische Kirchengemeinde Ehingen und 125 Jahre Evangelische Stadtkirche.

Im Jahr 2006 erhielt der Evangelische Kindergarten, der Teil des Gemeindezentrums am Wenzelstein ist, seinen Namen "Regenbogenhaus".

Heute sind beide Pfarrämter erstmals in der Geschichte der Kirchengemeinde von Pfarrerinnen besetzt. Pfarrerin Margot Lenz, die das Pfarramt Nord am Wenzelstein leitet, war zudem auch Ehingens erste Pfarrerin überhaupt.

Gleichwohl bekleideten einige Vikarinnen in der Zeit zuvor geistliche Ämter in Ehingen.


Die Entwicklung seitdem

 

1953 feierte die Kirchengemeinde ihr hundertjähriges Bestehen. Der damalige Ulmer Prälat und spätere Landesbischof Erich Eichele hielt die Jubiläumspredigt beim Festgottesdienst in der Stadtkirche.

Hätten die Bauherren der Kirche gewusst, wie stark die Gemeindegliederzahl in dieser Zeit noch steigen würde, hätten sie wohl eine größere Kirche gebaut. An hohen Festtagen war nicht mehr genügend Platz für alle Gottesdienstbesucher vorhanden.

So wurde 1962 das sogenannte Jugendheim fertiggestellt, ein Anbau, verbunden durch eine Trennwand mit der Kirche, die, wenn nötig, geöffnet werden kann. Das Wachstum der Kirchengemeinde führte letztlich auch dazu, dass ein Jahr später ein Vikariat eingerichtet wurde.

Die Bevölkerungszunahme der florierenden Stadt Ehingen führte unweigerlich dazu, dass ein Pfarramt und ein Kirchenbau allein nicht mehr für alle neu hinzugekommenen Gemeindeglieder ausreichten.

Mit der Planung eines Gemeindezentrums im neuen Wohngebiet Wenzelstein wurde 1966 begonnen. Fünf Jahre später sprach man Ehingen eine zweite Pfarrstelle zu.

1971 wurde das Gemeindezentrum fertiggestellt und eingeweiht. Erster Pfarrer im Nordbezirk wurde Pfarrer Maurer.

Im Jahr 2003 feierte die Kirchengemeinde mit einem Festgottesdienst und einer Veranstaltungsreihe ihr Doppeljubiläum 150 Jahre Evangelische Kirchengemeinde Ehingen und 125 Jahre Evangelische Stadtkirche.

Im Jahr 2006 erhielt der Evangelische Kindergarten, der Teil des Gemeindezentrums am Wenzelstein ist, seinen Namen "Regenbogenhaus".

Heute sind beide Pfarrämter erstmals in der Geschichte der Kirchengemeinde von Pfarrerinnen besetzt. Pfarrerin Margot Lenz, die das Pfarramt Nord am Wenzelstein leitet, war zudem auch Ehingens erste Pfarrerin überhaupt.


Gleichwohl bekleideten einige Vikarinnen in der Zeit zuvor geistliche Ämter in Ehingen
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Veröffentlicht am 9. September 2019


Jubiläum 140 Jahre Evangelische Stadtkirche